Heizlastberechnung

Die Aufgabe einer Heizlastberechnung besteht darin, für die ausreichende Beheizung von beheizten Räumen und Gebäuden sowohl die Heizflächen als auch die Wärmeerzeuger angepasst zu dimensionieren.

Bis August 2003 wurden solche Berechnungen auf Grundlage der DIN 4701 vom März 1983 durchgeführt. Gemäß dieser DIN war der „Wärmebedarf von Gebäuden“ zu ermitteln, der als Begriff jedoch längst besetzt ist. Der Wärmebedarf beschreibt prinzipiell eine Energiemenge in kWh, während es bei der Dimensionierung von Heizflächen oder Wärmeerzeugern um die Ermittlung einer Leistung in kW geht. Im Zuge der Angleichung und Vereinheitlichung von nationalen Normen in Europa hat das CEN (Comire’ Europe’en de Normalisation)in Brüssel in seinem Technischen Komitee 228 „Heizsysteme in Gebäuden“ eine neue Europäische Norm (EN) erarbeitet:

Die EN 12831 für die Berechnung der Heizlast von Gebäuden.

Sie beschreibt das Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast

– für die Auslegung der Heizflächen/Heizkörper und

– zur Auslegung des Wärmeerzeugers/Kessels.

Dazu wird die Wärmezufuhr ermittelt, die unter Norm-Auslegungsbedingungen benötigt wird, um sicherzustellen, dass die erforderliche Norm-Innentemperatur in den Nutzräumen der Gebäude erreicht wird. Gemäß der CEN-Geschäftsordnung haben die nationalen Normungsinstitute fast aller europäischen Länder diese ENbis September 2003 unverändert übernommen, so auch Deutschland als DIN EN12831, Ausgabe:2003-Q8. Zum 1. April 2004 ist die DIN 4701 ungültig.

In der Energieberatung wird man häufig mit unterschiedlichen Fragestellungen konfrontiert, u.a. warum ein bestimmter Wohnraum nicht richtig warm wird. Das kann natürlich mehrere Ursachen haben.Eine könnte in der zu kleinen Dimensionierung der Heizfläche zu suchen sein.